Wenn der Nacken schmerzt

Häufiges Leiden

Beschwerden im Bereich des Rückens haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt und betreffen immer mehr Menschen.

Insbesondere durch überwiegend sitzende Tätigkeiten im Beruf und zu wenig Bewegung im Alltag wird diese Rate voraussichtlich noch weiter ansteigen. Nicht zuletzt hat auch der „Handy-Boom“ in den letzten Jahren dazu geführt, dass besonders der Nacken durch das Arbeiten am Display stark beansprucht wird. Nicht selten sind dann kleine Auslöser Schuld an oft hartnäckigen Schmerzen in diesem Bereich.

Akuter oder chronischer Schmerz?

Bei der Anamnese durch den Arzt erfolgt eine Einteilung des Schmerzes je nach bisheriger Dauer der Beschwerden in:

  • akut
  • subakut
  • chronisch

Weiterer Bestandteil einer ärztlichen Untersuchung ist die Befragung der Schmerzcharakteristik. Das heißt, ob Ausstrahlung der Schmerzen in den Arm besteht und ob Ausfälle der Kraft oder des Gefühls vorhanden sind.

Auch bisherige eigene Behandlungsversuche, wie z.B. Medikamenteneinnahme und Informationen zum Allgemeinzustand, sowie vorangegangenen Verletzungen/Ereignissen und etwaigen Systemerkrankungen, wie z.B. Krebs, Osteoporose, etc. sollten erfragt und im Gesamtzusammenhang beleuchtet werden.

Bei der Inspektion gilt es Haltung, Deformitäten, Verletzungszeichen und Mobilität zu prüfen. Es werden anatomisch wichtige Strukturen abgetastet, sowie muskuläre Verspannungen und Hauttemperatur registriert.

Chronische Schmerzen beeinflussen auch die psychische Situation – und umgekehrt

Chronische Schmerzen am Nacken sind nicht immer psychologisch bedingt, dies trifft nur auf rund 20-30% der Fälle zu. Allerdings können sich chronische Schmerzen durch psychologische Faktoren wie Angst, Depressionen bzw. depressive Verstimmung weiter verstärken. Ebenfalls großen Einfluss auf die Entstehung von psychologisch bedingten chronischen Schmerzen hat das generelle persönliche Stressbewältigungsverhalten.

Schmerz-Abklärung und Schmerz-Therapie

Im Bereich der Nackenschmerzen gibt es nur bei einem kleinen Anteil der Patienten einen eindeutigen, körperlichen Befund, die weiteren Fälle bedürfen weiterer diagnostischer Möglichkeiten, wie etwa der Manualtherapie, Osteopathie und Muskelfunktionstests.

Wesentliche Bestandteile der ärztlichen Beratung sollten der zumeist harmlose Charakter der Nackenschmerzen, die hohe spontane Besserungstendenz und die Neigung zu Rezidiven sein. Die Grenzen von Diagnostik und Therapie sollten offen angesprochen werden.

Patienten sollten auf mögliche Risikofaktoren für Nackenschmerzen aufmerksam gemacht werden, dazu zählen zB.:

  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • Arbeitssituation

Offen sollte auf über chronischen Stress, Depressivität oder Ängstlichkeit gesprochen werden. Patienten, die regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, sollten zudem auf mögliche Nebenwirkungen hingewiesen werden.

Therapeutisch können meist mit Hilfe von Physiotherapeuten sehr gute Erfolge erzielt werden. Hierbei lernen Patienten, sich wieder richtig zu Bewegen und Schonhaltungen – die in der Folge zu weiteren Belastungen führen können – zu vermeiden. Das dadurch neu gewonnene Körpergefühl ermöglicht in vielen Fällen eine Besserung der Beschwerden. Grundlage dafür ist immer der Befund, wodurch zu Beginn der Behandlung geklärt wird, wie es zu den Beschwerden gekommen ist.

 

Erfahren Sie mehr zu Ursachen, Vorbeugungsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten und besuchen Sie unseren Vortrag zum Thema: Wenn der Nacken schmerzt

Wann: Mittwoch, 25.09.2019 | 19 Uhr

Referent: Dr. Robert Danner | Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie | Ärztlicher Leiter im Revital Aspach

Eintritt: € 5 p.P. | Anmeldung erforderlich: 07755/6801 | revital@revital-aspach.at

 

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